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Ratgeber
Lernhilfen - Worauf sollte man achten?Große Auswahl – wenig VergleichbarkeitAllein im vergangenen Jahr sind unzählige neue Lernhilfen auf den Markt gekommen, Kinderbuch- und Belletristikverlage haben ihr Sortiment in diese Richtung erweitert, Software- und Spielhersteller Spiel und Lernen miteinander verknüpft und sogar Hörbücher mit Lernhilfencharakter werden inzwischen angeboten. Bereits hier verbergen sich Probleme: Suchen Eltern nach Lernhilfen, die für ihre Kinder optimal zugeschnitten sind, müssen sie unterschiedliche Geschäfte aufsuchen: Buchhandlung, Softwaremarkt und Spielwarengeschäft. Der Zeitaufwand ist groß, der Nutzen nicht unbedingt: Selbst engagierte Verkäufer können neben ihrem eigenen Segment selten einen Vergleich zu den Angeboten der anderen Branchen ziehen. Hier hilft lernklick.de weiter. Das Portal hat es sich zur Aufgabe gesetzt, Eltern, Lehrer und Schüler auf der Suche nach der passenden Lernhilfe kompetent zu beraten und zwar sortiert nach Fächern, Schulformen un Kindergarten/Vorschule – was wird gefördert?Die Frühförderung ist zu einem zentralen Thema in der Bildungsdebatte geworden. Didacta, Leipziger Buchmesse und Frankfurter Buchmesse bauen in diesem Jahr gezielt Schwerpunkte im Bereich Bildung für die Kleinsten aus. Mittlerweile wenden sich zahlreiche Bücher, Hefte, Hör- und Brettspiele an die ganz jungen Lerner mit dem Ziel, schon früh Begeisterung fürs Lernen zu wecken, die möglichst bis ins Erwachsenenalter anhält. Weniger die Vermittlung fächerbezogener Inhalte steht dabei im Vordergrund als vielmehr ein Festigen der altersspezifischen Kompetenzen. Muster werden geübt, zugeordnet oder vervollständigt, Zahlen und Formen nachgemalt, Buchstaben mit Buntstiften eingefärbt oder die Feinmotorik verbessert. Erste Schritte in einer Fremdsprache können geübt werden, Mitmachspiele und –lieder laden zum gemeinsamen Trainieren von Musikempfinden und Motorik ein. Lernhilfen für das Alter Kindergarten/Vorschule – worauf achten?Von reinen Ausmalheften abgesehen ist beim Bearbeiten der Lernhilfen die Zusammenarbeit von Eltern und Kindern gefragt. Noch weitestgehend ohne Lesekenntnisse, benötigen Kindergarten- und Vorschulkinder Hilfe beim Erschließen der Aufgabenstellungen. Für die Eltern ist daher hilfreich, wenn die Anleitungen möglichst gut verständlich formuliert sind, so geht weniger Energie beim Erklären der Übungen verloren. Arbeitet eine Lernhilfe zudem mit einem überschaubaren Fundus an Symbolen für die unterschiedlichen Aufgabentypen, können diese einmalig erklärt werden und erschließen sich den Kindern auf den Folgeseiten ohne Hilfe von außen (Beispiel: Buntstift für „hier darf ausgemalt werden“ oder Schere für „hier wird gebastelt“). Das abschließende Lob bleibt selbstverständlich als Privileg den Eltern vorbehalten und ist als positives Feedback gerade bei den Kleinsten unerlässlich. Grundschule – was wird gefördert?Setzen Lernhilfen bereits bei Vorschülern mit ersten Schwungübungen, spielerischer Vermittlung des Alphabets und der Zahlen von 1 bis 10 an, nehmen auf Schulfächer bezogene Lerninhalte für die Grundschule zu. Aufgefächert nach den Klassen eins bis vier, den Kernfächern und ersten Vermittlungsansätzen von Naturwissenschaften und anderen relevanten Fächern, bietet der Markt ein breites Spektrum an Lernhilfen für Grundschüler. Weiterhin stehen Konzentration, Förderung von Motorik, Feinmotorik, logischem Denken und das Kennenlernen grundsätzlicher Lernmethoden mit im Vordergrund. Lernhilfen für Grundschüler – worauf achten?Fächer- und Altersgruppen übergreifend ist Motivation ein wichtiger Schlüssel zum erfolgreichen Arbeiten mit Lernhilfen. Besonders im Bereich der Leselernhilfen für Grundschüler kommen die Verlage dieser Anforderung umfangreich nach. Gut umgesetzte und bebilderte Geschichten zu einem bestimmten Thema – zum Beispiel Freundschaft, Zirkus, Gespenster, Piraten, Pferde, Hunde, Berufe – fördern neben dem Lesevermögen das Sachwissen zum jeweiligen Wissensgebiet oder zeichnen sich durch spannende Plots aus. Angepasst an den Lernstand der Klassen nimmt die Schriftgröße mit zunehmender Klassenstufe ebenso wie die Bebilderung ab, die Sätze und Kapitel werden länger und gegebenenfalls gibt es Fragen oder Rätsel zum Textverständnis. Auch für andere Fächer sind lernunterstützende Materialien zu finden, allerdings deutlich weniger (z.T. werden für diese Lernhilfen Kinderbuchfiguren herangezogen, um einen stärkeren Bezug zu ermöglichen und die Lerninhalte aufzulockern, Beispiel „Olchis“ oder „Der kleine Rabe Socke“). Große Unterschiede gibt es sowohl in der Vielfalt der enthaltenen Aufgaben als auch in ihrer Aufbereitung. Besonders in den ersten beiden Grundschulklassen sollten die Seiten sehr übersichtlich gestaltet sein und viel Platz für die noch unsicheren ersten Schreibübungen parat halten. Auf eine kontinuierliche und deutlich erkennbare Gliederung ist in jeder Klassenstufe zu achten, ebenso auf einen übersichtlichen Lösungsteil, der bereits den Grundschülern die Möglichkeit zur Selbstkontrolle liefert. Stimmt und gefällt das Äußere der Lernhilfe, kommt es auf den Inhalt an. Entspricht der Schwierigkeitsgrad dem Lernstand des Kindes und hält kleine Herausforderungen bereit, ist eine solide Basis für gutes Arbeiten vorhanden? Einige Lernhilfen weisen darüber hinaus besonders pfiffige Aufgabenstellungen auf und variieren in ihren Übungen, damit beim Lernen keine Langeweile aufkommen kann. In dieser guten Mischung aus Bestätigung des bereits Gewussten und Heranführen an kleine Herausforderungen neuer Lerninhalte, vermittelt in einer klaren Struktur mit ansprechendem Layout, das motiviert statt abzulenken, liegt meist der Schlüssel für eine besonders geeignete Lernhilfe. Sekundarstufe I – was wird gefördert, worauf achten?Kann in der 5. und 6. Klasse noch mit niedlichem Design und Anmerkungen für die Eltern gearbeitet werden, fühlen sich 7. bis 10.Klässler dafür meist schon zu alt. Darauf reagieren die Verlage, in dem die bereits in der Grundschule begonnene Aufteilung in einzelne Jahrgänge und Fächer in den Lernmedien weiter voranschreitet. Lernhilfen zur Ergänzung des Deutschunterrichts spalten sich in Rechtschreibung, Grammatik und Literatur auf, in den Naturwissenschaften werden ebenfalls Teilgebiete ins Visier genommen. Sind bei Grundschülern Hilfe und Betreuung durch die Eltern größtenteils noch willkommen, verstärkt sich in der Sekundarstufe der Wunsch nach Selbstkontrolle. Dementsprechend sind eine übersichtliche Gliederung des Lernstoffs, gut verständliche Arbeitsanweisungen und nachvollziehbare Lösungen unerlässlich. Sekundarstufe II - was wird gefördert, worauf achten?Motiviert durch den nahenden Notenschnitt am Ende der Schullaufbahn, greift so mancher Schüler der Sekundarstufe II ganz selbstständig zur Lernhilfe. Vor Klausuren, Teilprüfungen, aber auch in Vorbereitung auf Referate und für das Erledigen der Hausaufgaben lohnt sich ein Blick in die thematisch meist noch spezielleren Lernhelfer als für die Sekundarstufe I. Neben Detailwissen werden aber auch ganz allgemeine Techniken vermittelt oder aufgefrischt, längst in Vergessenheit geratene Sachinhalte wiederholt und mit Ausblicken auf Neues das Interesse an bestimmten Themen gefördert. Wie für die Lernhilfen der ausgehenden Sek I gilt auch hier, dass es sich um ein ebenso sachliches wie übersichtliches Layout handeln sollte. Schnelle Zugriffe auf gesuchte Sachbereiche und kompakte Erklärungen komplexer Begrifflichkeiten sind ebenso gefragt wie das systematische Aufgreifen soliden Grundwissens. Die Auswahl der richtigen Lernhilfe liegt hier allerdings weniger bei den Eltern, als vielmehr bei den Fachleuten: den Schülern selbst. Kein Grund, sich weniger zu informieren, denn manch guter Vorschlag findet bestimmt Beachtung. Zumal, wenn er sich beispielsweise auf ein weniger gängiges Medium wie das Hörbuch oder eine gute Lernsoftware bezieht. Allgemeingültige Kriterien für gute Lernhilfen im Überblick
Weiterführende Links:
(lekl) 19.03.2007
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