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Legasthenie

Wenn Kinder Buchstabenpaare wie „b–d“ und „p–q“ immer wieder vertauschen, Buchstaben innerhalb von Wörtern umstellen, einzelne Buchstaben oder Wortteile auslassen, haben sie möglicherweise eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie). Legastheniker lesen außerdem meist stockend, irren sich in den Zeilen und machen bei Diktaten und abgeschriebenen Texten außergewöhnlich viele Fehler. Meist treten diese Schwierigkeiten schon im Anfangsunterricht auf, werden aber oftmals erst im Laufe der Grundschulzeit erkannt, weil Kinder sie durch eigene Strategien – wie Auswendiglernen – verbergen können. Kurzum, von Legasthenie oder Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) spricht man, wenn Kinder erhebliche und lang andauernde Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen haben.

Der Begriff ist aus dem Griechischen abgeleitet und setzt sich zusammen aus legein = lesen und astheneia = Schwäche. Legasthenie ist eine von der Weltgesundheitsorganisation anerkannte Krankheit. Eltern, die bei ihrem Kind eine Lese-Rechtschreib-Schwäche vermuten, sollten zunächst den Klassenlehrer darauf ansprechen. Gemeinsam kann dann das weitere Vorgehen überlegt werden. Auch beim Schulpsychologen bekommen Eltern Informationen und Adressen von geeigneten Therapieangeboten und anerkannten Instituten, aber auch andere Hilfen, wie spezielle Förderungen in der Schule oder Berücksichtigung bei der Notengebung. Die Bundesländer haben hierfür gesonderte Erlasse und Verwaltungsvorschriften. Manche Schulen bieten speziellen Förderunterricht an, andere geben keine Noten mehr für Diktate.

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(lekl) 18.02.2007

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