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Ratgeber

Lernstrategien II

Sind die äußeren Bedingungen des Lernens (wie Lernort, -zeit, -rhythmus, -materialien und -unterstützung) abgeklärt, wird es Zeit, sich über die konkrete Herangehensweise Gedanken zu machen.

Unabhängig von dem Lerngegenstand ist auf Folgendes zu achten:

  • Konzentration
  • Portioniertes Lernen, also die Einteilung des Stoffs in kleinere Lerneinheiten. Eine nach der anderen bewältigt verschafft viele kleine Erfolgserlebnisse, die zum Weitermachen motivieren.
  • Entspannungsphasen einbauen, das wirkt als kleine Belohnung für die schon geleistete Lernarbeit und gibt gleichzeitig Schwung für die nächste Portion Lernstoff.
  • Bereiche festlegen: In den Entspannungsphasen sollte das noch anstehende Lernpensum keinen Platz im Hinterkopf bekommen, daher empfiehlt sich eine räumliche Trennung von Arbeits- und Entspannungsbereich. Nach einer Lerneinheit frische Luft schnappen, mit Freunden spielen oder eine Radtour machen wäre sinnvoll.
  • Freizeit im Zeitplan berücksichtigen, denn wenn dafür von vorneherein Platz geschaffen wird, bleibt auch das schlechte Gewissen aus, wenn sie wahrgenommen wird.
  • Wechselnde Themen können den Lerntag abwechslungsreicher gestalten. Stehen Klassenarbeiten sowohl im Lieblingsfach als auch in einem weniger gern besuchten an, sollte nach dem Lernen für Letzteres eine Lerneinheit für das präferierte Fach anschließen.

Je nach Lernziel bietet sich darüber hinaus der Einsatz verschiedener Lerntechniken und Hilfsmittel an. Besonders für Lernstoff von begrenztem Umfang sind Mnemotechniken zu empfehlen. Ihr Lernprinzip ist leicht zu verstehen und mit ein wenig Übung gut auf den jeweiligen Lerngegenstand anzuwenden. Umfangreichere Lernpakete, wie zum Beispiel das kontinuierliche Lernen von Vokabeln oder Fachtermini, findet in der Nutzung von Karteikarten-Systemen Unterstützung. Ob das Prinzip dabei regulär anhand kleiner Pappkarten oder am PC (zum Beispiel mit AZ6-1 oder Phase6) genutzt wird, sollte jeder Lerner für sich entscheiden.

Voraussetzung für die Nutzung von Hilfsmitteln ist allerdings das vorherige Strukturieren der Lerninhalte. Diese sollten vor Lernbeginn in ihrer Gesamtheit erfasst und dann in einzelne Lernbereiche unterteilt werden, bei Fremdsprachen beispielsweise in Vokabeln und Grammatik, wobei auch diese wieder sinnvoll unterteilt werden können. Hilfreich ist es, die Aufteilung schriftlich zu fixieren, so geraten die einzelnen Lernabschnitte nicht in Vergessenheit und können darüber hinaus durch farbige Kennzeichnungen priorisiert werden.

Weitere Lerntechniken finden Sie in unserer Ratgeber-Rubrik Lerntechniken und Hilfsmittel.

Titel zum Thema auf lernklick.de:

(lekl) 20.02.2009


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