Kaum aus dem Bett gestiegen, schon beginnt der Schrumpfungsprozess. Aber keine Sorge: Auch am nächsten Morgen ist die Ausgangsgröße nahezu vollständig wiederhergestellt. Woran das liegt und welche verwunderlichen Eigenschaften Mensch, Umwelt und Weltall sonst noch zu bieten haben, erklären 70 kurzweilige Texte, rund um die Rätsel des Alltags.
Eigenartige Frage, aber: Wie träumen Blinde? Die Antwort ist noch überraschender, denn vermutlich träumen auch von Geburt an blinde Menschen unter Umständen in Bildern – diese entsprechen dann vielleicht nicht eins zu eins denen der Sehenden, aber ungewöhnlich ist es doch. Große Kinder, blinde Träume, Diätmärchen und Magenknurren finden sich im ersten Kapitel mit dem Thema Mensch vereint. Danach geht es in Welt & All, wieder gelandet zum Thema Tiere & Pflanzen, bevor der Alltag mit einer Reihe unterhaltsamer Rätsel und dazugehörigen Lösungen seine Aufmerksamkeit fordert.
Knackig formuliert leitet in jedes Alltagsrätsel eine Frage ein, die in einem kompakten Text ihre Beantwortung findet. Mal amüsant oder einfach mit einem kleinen Aha-Effekt versehen, erschließen sich so Themen, die zwar nicht zwingend überlebenswichtig, so aber doch sehr unterhaltsam sind und den Blick auf die kleinen, alltäglichen Dinge lenkt. Tierische Errungenschaften, physikalische, chemische und biologische Wirkweisen spielen dabei eine Rolle und auch die Psychologie darf mal mitmachen.
Ganz ohne Angst vor Körpergrößenverlust können neugierige Leser kleinen und größeren Besonderheiten ihrer Umwelt auf den Grund gehen. Einige Klischees bleiben dabei sicherlich auf der Strecke, dafür darf an anderer Stelle aber auch gleich wieder gestaunt werden. Unterhaltsam verfasst finden sich so 70 Fragen und ihre wohlportionierten Antworten in einem Buch zum nicht ganz kleinen Preis zusammen.
Titel: Warum sind wir morgens größer als abends?
Autoren: Ariane Hoffmann, Verena von Keitz, Thomas Liesen, Katja Nellissen, Sascha Ott
Verlag: Rowohlt
empf. Preis: 16,90 Euro
176 Seiten
Erscheinungsjahr: 2009