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Lernhilfe
Eselsbrücken & GedächtnisstützenMerkhilfen selbst gebautWarum Gedanken immer wieder mühsam über den Fluss des Vergessens tragen, wenn man ihnen stabile und dauerhafte Brücken bauen kann? Mit der ERKO- oder Majormethode wird das Memorieren von Geheimnummern zum Kinderspiel, visuelle Assoziationstechniken verhelfen zu einem bemerkenswerten Namensgedächtnis. Cornelia Schenk stellt unterschiedliche Methoden vor und motiviert zum Selbstversuch. Lernkanäle nutzenDer eine kann sich leichter Gesehenes, der andere Gehörtes merken. Ein kleiner Einblick in die logische linke und kreative rechte Gehirnhälfte, in die Funktion des reptilischen und emotionalen Gehirns soll diesem Phänomen in Kürze auf den Grund gehen und den Leser einführend auf die bevorstehenden Tricks und Kniffe vorbereiten. In einer Art Test aus gezielten Fragen kann zudem jeder für sich herausfinden, ob er eher ein akustischer, visueller oder handlungsorientierter Typ ist. So vorbereitet können dann alle Lernkanäle auf grün geschaltet werden, los geht’s mit den Techniken. Je ungewöhnlicher, desto besserCornelia Schenk verweist darauf, dass einmal vom Gehirn erfasstes Wissen nicht einfach wieder verschwindet. Es wird abgespeichert wie auf der Festplatte eines Computer – schlecht nur, wenn man keinen entsprechenden Ordner dazu angelegt hat. Dann kann etwas Gelerntes schon einmal in die unendlichen Weiten des Hirns abtauchen und nicht ohne Weiteres wieder gefunden werden. Daher bieten sich Ordnungssysteme zur Ablage des erwünschten Inputs an. Assoziationen sind dabei das Ah und Oh, denn Zusammenhänge sind besser abrufbar als abstrakte Einzelbegriffe oder Zahlen. Brückenbauen leicht gemachtWelch angenehmes Gefühl, den Gegenüber schon bei der zweiten Begegnung mit seinem Namen ansprechen zu können. Dabei hilft, sich direkt Anhaltspunkte im Gesicht oder Auftreten des Gesprächspartners zu suchen, die sich mit dem Namen in Verbindung bringen lassen. Beim nächsten Treffen wirken diese physiognomischen Besonderheiten dann als Reiz, die mit etwas Kreativität und Übung den entsprechenden Namen hervorzaubern. Ebenso praxisorientiert stellt die Autorin weitere Methoden des Gedächtnistrainings vor. Ob das Zahlengedächtnis mit dem ERKO-Code oder der Major-Technik auf Vordermann gebracht wird, Vorträge mit dem Loci-System oder der Schubladenmethode eingeübt werden, im Mittelpunkt steht stets ein strukturierendes Prinzip, das mit ein wenig mehr Aufwand beim Einprägen zu dauerhaftem Erinnerungserfolg führen kann. FazitNicht nur Esel brauchen Brücken: Eselsbrücken & Gedächtnisstützen gibt Schülern und Erwachsenen die Möglichkeit, aus eigenem Antrieb zum angehenden Gedächtniskünstler zu werden. Gut erklärte und leicht umsetzbare Tipps regen die Kreativität an und sorgen für anregendes Gehirnjogging. Lediglich ein kleiner Wehmutstropfen wartet am Buchende auf den Leser, da auf Literaturangaben und –hinweise verzichtet wird.
(lekl) 13.04.2006
Titel: Eselsbrücken & Gedächtnisstützen - Merkhilfen selbst gebaut Direkt bestellenEingeordnet inSekundarstufe I - Knobeln / Denksport - PrintSekundarstufe II - Knobeln / Denksport - Print Eltern und mehr - Knobeln / Denksport - Print |
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